Walter Raninger

o.HProf.
* 1926     † 1996
seit 1973 Professor (ab 1975 Ao.HProf., ab 1978 O.HProf.) für Gesang und Liedinterpretation an der Universität Mozarteum Salzburg


Walter Raninger wurde 1926 in Wieselburg (Niederösterreich) geboren. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er an der Musikschule in Weimar (Geige, Trompete, Klavier) und an der Akademie Mozarteum in der Gesangs- und Kapellmeisterklasse
von Prof. Dr. Bernhard Paumgartner, der sein bedeutendster Lehrer und Mentor war.

Er war 1953 Preisträger des Concours International de Génève.
Beim 1. Internationalen Mozartwettbewerb in Salzburg 1956 erhielt er den 2. Preis. In der Folge engagierten ihn die Salzburger Festspiele und er wirkte unter bedeutenden
Dirigenten wie Herbert von Karajan, Karl Böhm, Bernhard Paumgartner und Pierre Boulez.

Es folgten zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und Schallplattenaufnahmen sowie eine Europatournee mit Mozarts "La Finta semplice".

Von 1958-1962 war Walter Raninger Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf.

Raninger erhielt die Mozart-Gedenkmedaille von der Stiftung
Mozarteum.

1962 wurde er Lehrer an der damaligen Akademie Mozarteum, 1978 zum ordentlichen Professor für Sologesang, Lied und Oratorium ernannt und blieb bis zu seinem plötzlichen Tod 1996, nur wenige Wochen nach seiner Emeritierung, der Hochschule aufs Engste verbunden.

Walter Raninger erwarb sich einen bedeutenden Ruf als Interpret alter und neuer Musik. Nicht zuletzt als überzeugender Gestalter der Partien im Oratorienfach, sowie als wunderbarer Liedsänger bleibt er unvergessen.