Erika Frieser

O.Univ.Prof.
* 1927     † 2011
von 1975 bis 1995 Professorin (1982 o.HProf.) für Kammermusik, Vokal- und Instrumentalbegleitung am Mozarteum Salzburg

Erika Frieser wurde am 24.09.1927 in Aussig, Tschechien (ehemals CSSR) geboren. Ihren ersten Musikunterricht erhielt sie in Köln bei F. Stahl und Prof. H. Pillney; ab 1943 besuchte sie an der Musikhochschule Wien die Klassen von Prof. Fr. Wührer und Prof. J. Dichler. 1945 wurde sie Schülerin von Prof. F. Ledwinka am Mozarteum Salzburg, wo sie ein Jahr später das Diplom erwarb.

1946 gab sie ihr Debut bei den Salzburger Festspielen mit den Wiener Philharmonikern unter Erneste Ansermet, 1947 gewann sie den ersten Preis beim Wettbewerb Radio Frankfurt (Jury Gieseking) und spielte seither im In- und Ausland unter vielen namhaften Dirigenten wie z.B. Clemens Krauss, Walter Goehr, Alexander Paulmüller, Othmar Suitner, O. Matzerath, Josef Keilberth, Hans Rosbaud und Gary Bertini. Ihr Repertoire beinhaltet viele großen Klavierkonzerte sowie Kammermusik von Bach bis zur Moderne.

Frieser hatte sich neben ihrer solistischen Tätigkeit der Kammermusik zugewandt. Von 1952-60 konzertierte sie häufig mit Beatrice Reichert und Christa Richter-Steiner - das Ensemble nannte sich WIENER TRIO. Seit 1952 ist sie ständige Duopartnerin von Gerhard Mantel (Violoncello) - beide spielten alles auswendig -, mit dem sie Tourneen durch u.a. die USA, Südamerika, den Nahen Osten und durch einen Großteil des europäischen Auslandes unternahm. Ebenso konzertierte sie in Duoform mit Luis Michal (Violine) im In- und Ausland.

Von 1970 bis 1976 bildete sie mit Gerhard Mantel und Rudolf Koeckert (Violine) das BEETHOVEN-TRIO. Solistisch und mit ihren Kammermusikpartnern hat Erika Frieser sechs Schallplatten bespielt, u-a- mit Werken von Pfitzner, Mendelssohn-Bartholdy, Rachmanioff, R. Strauß und Reger. 1981 folgten die Gründungen des Klavierquintetts mit dem BRÜNNER STREICHQUARTETT (Lubomír Cermák, 1. Violine; Karel Hejl, 2. Violine; Bohuslav Fiser, Viola; Martin Svajda, Violoncello) und des TRIO ELMAU (mit Lubomír Cermák und Boris Pác, Violoncello).

Seit 1973 leitete Frieser an der Hochschule Mozarteum eine Klasse für Klavier und Kammermusik. 1975 wurde sie zur AO., 1982 zur O. Hochschulprof. ernannt, 1995 emeritierte sie.