Heinz Scholz

tit. o.H. ao. Prof.
* 1897     † 1988
von 1954 bis 1968 Professor (1968 O.HProf.) für Klavier und Musiktheorie an der Universität Mozarteum
von 1964 bis 1965 Präsident der Universität Mozarteum Salzburg
von 1959 bis 1968 Leiter der Abteilung für Tasteninstrumente



Das Gebrüderpaar Heinz und Robert Scholz zählt zu den bedeutendsten Musikern des 20. Jahrhunderts. Das Talent wurde ihnen bereits in die Wiege gelegt. Aufgewachsen in einer musikbegeisterten Kaufmannsfamilie - ihre Mutter Johanna wurde von Anton Bruckner als "meine Primadonna" benannt - studierte der 1902 in Steyr geborene Robert Scholz am Mozarteum Salzburg. Mit seinem fünf Jahre älteren Bruder Heinz veranstaltete er gemeinsame Klavierabende, worüber die Kritiker "im Superlativ schwärmten" und von "einem Wunder einig gesegneter Hände und von einer Vollendung des Zusammenspiels" sprachen. Aber auch als Komponist erlangte Robert Scholz bereits in jungen Jahren einen großen Bekanntheitsgrad.

Sein Bruder Heinz stand ihm künstlerisch nicht nach. Nach einer kaufmännischen Ausbildung begann er seine Karriere als Konzertpianist, war in der Folge Klavierpädagoge, Hochschulprofessor und zuletzt Rektor am Mozarteum Salzburg. Nach 1945 wirkte Heinz Scholz am Wiederaufbau des Mozarteums mit.

Wie sein Bruder Robert arbeitete er unter keinen geringeren Dirigenten als Herbert von Karajan, Clemens Krauss, Bruno Walter und Arturo Toscanini. 1988 verstarb er in der Hauptstadt Salzburg, die ihn zu Lebzeiten zum Ehrenbürger ernannt hatte.

© Foto: Foto Ellinger Salzburg