Stefan Klinda

em.o.HProf.
† 2020
1972 - 1999 Universitätsprofessor für Orgel
1970 - 1983 Leiter der Abteilung Kirchenmusik



Stefan Klinda wurde in Gran (Ungarn) geboren. Vom 1949 bis 1956 studierte er an der Franz List-Hochschule in Budapest Schulmusik, Chorleitung und Orgel (bei Prof. Pécsi); von 1960 bis 1963 studierte er an der damaligen Wiener Musikakademie bei Prof. Swarowsky Dirigieren (Kapellmeisterprüfung) und bei Prof. Forer Orgel (Diplom). 1958 erhielt er beim ?Prager Frühling? (Orgelwettbewerb) ein Ehrendiplom mit einem Anerkennungspreis und er war Preisträger beim Bach-Wettbewerb in Gent.
Schon während der Mittelschulzeit war Klinda als Kirchenorganist tätig. Später gab er Konzert in ganz Europa. Er initiierte die ?Internationalen Orgelwochen? Salzburg. Selbst führte er in Salzburg zum ersten Mal sämtliche Orgelwerke von Bach auf; bei den Salzburger Festspielen war er Solist u.a. mit der Erstaufführung von Halffters Konzert für Orgel und Orchester. Zur Pflege der konzertanten Kirchenmusik gründetet er das Kammerorchester ?I Solisti da Chiesa?.
1978 war er Jurymitglied beim Orgelwettbewerb ?Grand Prix de Chartres?.
Klinda komponierte ein Orgelrequiem, Messen sowie mehrere Proprien für das Kirchenjahr.
Pädagogisch ist er seit 1955 tätig. Zunächst unterrichtete er in Budapest Gehörbildung und Theorie. 1963 wurde er als Lehrbeauftragter ans Mozarteum berufen, wo er in der Abteilung Kirchenmusik eine Klasse für Orgel leitete. Von 1970/71 bis 1983/84 war er Leiter dieser Abteilung. 1972 wurde er Professor, 1974 zum AO. Und 1978 zum Ordentlichen Hochschulprofessor ernannt.