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Diplomstudium Dirigieren

Vorsitzender der Curricularkommission:
Univ.-Prof. Achim Bornhöft
Anerkennungsbeauftragter:
O.Univ.-Prof. Reinhard Febel

Ziel des Dirigierstudiums an der Universität Mozarteum ist es, die Absolventen zur

künstlerischen Leitung aller Arten musikalischer Ensembles zu befähigen. Das

schließt die Fähigkeit zu korrepetieren und gegebenenfalls Ensembles vom

Klavier aus zu leiten mit ein.

Ein Teil des gesamten Repertoires ist den beiden Studienzweigen Chor- und

Orchesterdirigieren gemeinsam zugeordnet oder erfordert deren

Zusammenarbeit: zum Beispiel Oper, Oratorium und ein großer Teil der Kirchenmusik.

Die reinen Vokal- bzw. Instrumentalensembles sind studienspezifisch. Aufgrund

der vielen Berührungspunkte ist es ein Ziel des Studiums, den Studierenden

eines Studienzweiges einen Einblick in die spezifischen Aufgabenstellungen und

Arbeitsmethoden des jeweils anderen Studienzweiges zu vermitteln.

Ein weiteres Ziel ist es, die Studierenden auf Spezialisierungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen und eventuelle Spezialisierungswünsche kompetent zu begleiten.

Das Studium wird in zwei Abschnitte gegliedert. Der erste Studienabschnitt umfasst sechs Semester und endet mit der 1. Diplomprüfung .

Die kommissionelle 1. Diplomprüfung setzt sich aus Teilen der Bereiche 'Dirigieren', 'Klavier',  'Klavierauszug und Partiturspiel' und 'Tonsatz' zusammen. Der Bereich 'Dirigieren' setzt sich aus einer Probe mit einem (Vokal-) Ensemble bzw. Orchester und einer internen Prüfung (Dirigieren eines Accompagnato-Rezitativs und eines weiteren Werkes) zusammen. Der Bereich 'Tonsatz' setzt sich aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil zusammen.

Der zweite Studienabschnitt umfasst vier Semester und ist in die Studienzweige

'Chordirigieren' und 'Orchesterdirigieren' gegliedert. Der zweite Studienabschnitt

endet jeweils mit der vollständigen positiven Absolvierung der 2. Diplomprüfung in den Studienzweigen 'Chordirigieren' und 'Orchesterdirigieren'.

Das Studium zeichnet sich dadurch aus, dass der Studierende neben den gesetzlich vorgeschriebenen Freien Wahlfächern Wahlfächer belegt, die einen individuellen Schwerpunkt während des Studiums bilden.

Zulassungsvoraussetzung für das Diplomstudium ist die Beherrschung der deutschen Sprache sowie die bestandene Zulassungsprüfung. Diese besteht aus dem Nachweis dirigentischer Begabung durch Dirigieren vorbereiteter Werke, der Überprüfung der Klavierkenntnisse, der Darstellung einer kurzen Opernszene einer deutschsprachigen oder einer italienischen Oper vom Klavier aus, des Blattspiels eines Ausschnittes aus Oper oder Oratorium aus dem Klavierauszug sowie der Überprüfung der Kenntnisse in Tonsatz, Hören und in Analyse.

Die 2. Diplomprüfung besteht aus einer Diplomarbeit, die einen künstlerischen und einen schriftlichen Teil umfasst und einer kommissionellen Prüfung, bei der die Diplomarbeit präsentiert wird sowie einer internen Diplomprüfung mit Schwerpunkt Chor- oder Orchesterdirigieren und einem öffentlichen Teil, der aus einem öffentlichen Auftritt als Leiters eines Klangkörpers (Vokalensemble) besteht.

Die Zulassungsprüfung besteht aus folgenden Teilen:

  1. Nachweis dirigentischer Begabung durch Dirigieren vorbereiteter Werke:
    • Chordirigieren:
      a) Ein Vokalwerk, das dem/der Bewerber/in bei der Anmeldung zur Zulassungsprüfung bekannt gegeben wird, z.B.: Goffredo Petrassi: Nonsense (1952), Coro a capella
      b) Ein großer Chor aus einer Oper oder einem Oratorium einer frei wählbaren Epoche
    • Orchesterdirigieren:
      Zwei Werke unterschiedlicher Stilepochen, die dem/der Bewerber/in bei der Anmeldung zur Zulassungsprüfung bekannt gegeben werden, z.B.: ein Satz aus ?L`Histoire du Soldat? von Igor Stravinsky und eine klassische oder romantische Sinfonie
    • Orchester- und Chordirigieren:
      a) Zwei Werke unterschiedlicher Stilepochen, die dem/der Bewerber/in bei der Anmeldung zur Zulassungsprüfung bekannt gegeben werden, z.B.: ein Satz aus ?L`Histoire du Soldat? von Igor Stravinsky und eine klassische oder romantische Sinfonie
      b) Ein großer Chor aus einer Oper oder einem Oratorium einer frei wählbaren Epoche
  2. Überprüfung der Klavierkenntnisse:
    Vortrag von zwei vorbereiteten Klavierstücken mittleren Schwierigkeitsgrades, eines davon aus dem 20.Jahrhundert
    oder
    ein Klavierstück eigener Wahl und ein technisch anspruchsvolles Werk auf einem anderen Instrument bzw. eine Gesangsdarbietung auf professionellem Niveau.
  3. a) Darstellung einer kurzen Opernszene einer deutschsprachigen oder einer italienischen Oper vom Klavier aus (z.B. Agathen-Arie, 1.Arie des Belmonte)
    b) Blattspiel eines Ausschnittes aus Oper oder Oratorium aus dem Klavierauszug
  4. Klausur zur Überprüfung der Kenntnisse in Tonsatz, Hören und in Analyse
    • Tonsatz
      Aussetzen eines vierstimmig bezifferten Generalbasses; Harmonisieren einer vorgegebenen Melodie; der Anfang einer einstimmigen Linie ist fortzusetzen und zu einem sinnvollen Schluss zu bringen.
      Prüfungsmodus:
      Ein bezifferter Bass wird vorgegeben. Dieser soll nach stilgetreuen Regeln vierstimmig ausgesetzt werden.
      Eine vorgegebene Melodie soll drei- bis vierstimmig in einem einheitlichen Stil ausharmonisiert werden.
      Eine Melodie soll zwei- bis dreistimmig kontrapunktisch bearbeitet werden.
      Der Beginn einer einstimmigen Linie soll zu einem sinnvollen Schluss weitergeführt werden.
    • Hören
      Erkennen von Intervallen und dreistimmigen Klängen; Notation einer vierstimmigen homophonen Akkordfolge; ein singbares, einstimmiges Melodiediktat; ein Rhythmusdiktat.
      Prüfungsmodus:
      Intervalle, dreistimmige Klänge, eine vierstimmig homophone Akkordfolge, eine singbare, einstimmige Melodie und ein Rhythmus werden am Klavier vorgespielt.
    • Analyse
      a) mit Notentext: Analyse eines Ausschnittes z.B. einer Sonatenhauptsatzform: thematische Abschnitte und musikalische Sinneinheiten sollen bezeichnet werden; harmonische Darstellung in Stufen oder Funktionen.
      b) Höranalyse: Ein Ausschnitt aus einem tonalen Literaturbeispiel wird vorgespielt und soll nach verschiedenen Gesichtspunkten (Taktart, Instrumentation, Gattung, Epoche) analysiert werden.
      Prüfungsmodus:
      Alle Aufgaben in diesen Teilbereichen werden schriftlich gestellt, gegebenenfalls auch mündlich
  5. Die Beherrschung der deutschen Sprache wird gem. § 37 Z 1 UniStG verlangt. Die Sprachkenntnisse werden bei der Zulassungsprüfung durch die Prüfungskommission festgestellt. Sind diese nicht ausreichend vorhanden, hat die Prüfungskommission einen Nachweis zu verlangen, und zwar vor der Meldung der Fortsetzung des Studiums für das dritte Semester.

KONTAKT:

  • Studien- und Prüfungsmanagement

  • Mirabellplatz 1
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    Fax: +43 662 6198 3309
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