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Bachelorstudium / Masterstudium Komposition

Vorsitzender der Curricularkommission:
Univ.-Prof. Achim Bornhöft
Anerkennungsbeauftragter:
O.Univ.-Prof. Reinhard Febel


Ziel des Studiums ist es, den Studierenden zur bestmöglichen Entfaltung seiner kreativen bzw. reflektierenden Fähigkeiten zu bringen. Es soll einen souveränen Umgang mit dem musikalischen Material in allen Sparten (instrumental-, vokal- und elektronischer Musik) vermitteln sowie zur Offenheit in der Auseinandersetzung mit sich neu entwickelnden Kunstformen führen. Bei dieser Aufgabenstellung versteht sich das Studium als höchstrangiger Bildungsweg.

Es bietet außerdem die Möglichkeit, die schöpferische Entwicklung und Arbeit durch Schwerpunktbildung und den Erwerb von Zusatzqualifikationen zu ergänzen. Diese können auch in anderen Studienrichtungen erworben werden.

Nahe liegende Schwerpunkte für das Studium Komposition sind z.B. Elektronische Musik und Audiovisuelle Medien, Musikwissenschaft, Alte Musik, Neue Musik, Dirigieren, Jazz- und Popularmusik und Angewandte Komposition. Dabei kann sich der Studierende der Angebote verschiedener Institute der Universität Mozarteum und der Paris Lodron-Universität Salzburg bedienen.

Das Kompositionsstudium an der Universität Mozarteum zeichnet sich dadurch aus, dass der Studierende neben den gesetzlich vorgeschriebenen Freien Wahlfächern Wahlfächer belegt, die einen individuellen Schwerpunkt während des Studiums bilden.


*  Institut für Neue Musik

Das Bachelorstudium dauert 6 Semester und umfasst 110 Semesterwochenstunden. Es endet mit der kommissionellen Bachelorprüfung.

Zulassungsvoraussetzung für das Bachelorstudium ist die bestandene Zulassungsprüfung, die sich aus folgenden Teilbereichen zusammensetzt:

Nachweis der kreativen Fähigkeiten durch Vorlage von Kompositionen oder Stilkopien und durch eine Improvisation, Überprüfung der instrumentalen Fertigkeiten am Klavier - wahlweise auch am Klavier und einem anderen Instrument, Überprüfung der Kenntnisse in Tonsatz, Hören und Analyse und Nachweis der Kenntnisse der deutschen Sprache.

Die kommissionelle Bachelorprüfung setzt sich aus der Präsentation einer Komposition und der Bachelorarbeiten zusammen, die im Rahmen von zwei Lehrveranstaltungen aus den Bereichen Musiktheorie, Musikwissenschaft oder Musikpädagogik zu verfassen sind sowie schriftlichen und mündlichen Prüfungen aus den Bereichen Tonsatz und Analyse und Prüfungen im Bereich Klavier und Partiturspiel.

Das Masterstudium umfasst 4 Semester und umfasst 52 Semesterwochenstunden. Es endet mit der kommissionellen Masterprüfung.

Zulassungsvoraussetzung zum Masterstudium ist der Abschluss eines fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums oder eines gleichwertigen Studiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung.

Die kommissionelle Masterprüfung setzt sich aus der Präsentation der künstlerischen Masterarbeit, der Präsentation von eigenen Werken im Rahmen eines öffentlichen Vortragsabend (ca. 30 Minuten Dauer), einer Stellungnahme zu eigenen Kompositionen und musiktheoretischen Problemen zeitgenössischen Komponierens, der Analyse eines Werkes mit 60 Minuten Vorbereitungszeit und der Präsentation eines Themas aus dem Bereich der gewählten Schwerpunkte zusammen.

Die Zulassungsprüfung bietet dem Bewerber Gelegenheit, sich als kreative Persönlichkeit zu präsentieren und seine musikalische Ausdrucksfähigkeit darzustellen. Die Prüfung findet grundsätzlich kommissionell statt und gliedert sich in folgende Teilbereiche:

  1. Nachweis der kreativen Fähigkeiten durch Vorlage von Kompositionen oder Stilkopien und durch eine Improvisation.

    Im Dialog mit der Prüfungskommission nimmt der Bewerber Stellung zu den vorgelegten Werken.
    Nach Vorgabe der Kommission soll der spontane Umgang mit dem musikalischen Material in einem frei wählbaren Stil durch eine kurze Improvisation auf einem beliebigen Instrument demonstriert werden.

  2. Überprüfung der instrumentalen Fertigkeiten am Klavier – wahlweise auch am Klavier und einem anderen Instrument.

    Vorspiel von zwei Stücken mittleren Schwierigkeitsgrades aus verschiedenen Epochen am Klavier oder
    je eines Stückes am Klavier und auf einem anderen Instrument.

  3. Klausur zur Überprüfung der Kenntnisse in Tonsatz, Hören und Analyse.

    • Tonsatz
      Aussetzen eines vierstimmig bezifferten Generalbasses; Harmonisieren einer vorgegebenen Melodie; der Anfang einer einstimmigen Linie ist fortzusetzen und zu einem sinnvollen Schluss zu bringen.
      Prüfungsmodus:
      Ein bezifferter Bass wird vorgegeben. Dieser soll nach stilgetreuen Regeln vierstimmig ausgesetzt werden.
      Eine vorgegebene Melodie soll drei- bis vierstimmig in einem einheitlichen Stil ausharmonisiert werden
      Eine Melodie soll zwei- bis dreistimmig kontrapunktisch bearbeitet werden.
      Der Beginn einer einstimmigen Linie soll zu einem sinnvollen Schluss weitergeführt werden.
    • Hören
      Erkennen von Intervallen und dreistimmigen Klängen; Notation einer vierstimmig homophonen Akkordfolge; ein einstimmiges Melodiediktat; ein Rhythmusdiktat.
      Prüfungsmodus:
      Intervalle, dreistimmige Klänge, eine vierstimmig homophone Akkordfolge, eine singbare, einstimmige Melodie und ein Rhythmus werden am Klavier vorgespielt.
    • Analyse
      mit Notentext: Analyse eines Ausschnittes z.B. einer Sonatenhauptsatzform: thematische Abschnitte und musikalische Sinneinheiten sollen bezeichnet werden; harmonische Darstellung in Stufen oder Funktionen.
      Höranalyse: ein Ausschnitt aus einem tonalen Literaturbeispiel wird vorgespielt und soll nach verschiedenen Gesichtspunkten (Taktart, Instrumentation, Gattung, Epoche) analysiert werden.
      Prüfungsmodus:
      Alle Aufgaben in diesen Teilbereichen werden schriftlich gestellt, gegebenenfalls auch mündlich.

  4. Nachweis der Kenntnisse der deutschen Sprache.

    Die Beherrschung der deutschen Sprache wird gem. § 63 Abs. 10 Universitätsgesetz 2002 verlangt. Die Sprachkenntnisse werden bei der Zulassungsprüfung durch die Prüfungskommission festgestellt. Sind diese nicht ausreichend vorhanden, hat der Studierende vor der Meldung zur Fortsetzung des Studiums für das dritte Semester den Nachweis einer entsprechenden Sprachkenntnis zu erbringen (gem. § 63 Abs. 11 Universitätsgesetz).

Voraussetzung für Masterstudium:
Abschluss des Bachelorstudiums (Vorlage des Bachelorzeugnisses sowie Fächer- und Notenübersicht des Bachelorstudiums obligatorisch!)
Prüfungsprogramm für Ergänzungsprüfung: siehe curriculum Abschluss Bachelorstudium

KONTAKT:

  • Studien- und Prüfungsmanagement

  • Mirabellplatz 1
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    Fax: +43 662 6198 3309
    E-Mail: studieninfo@moz.ac.at