2. Kursperiode

Multi-Percussion & Marimba

20.07.2020 - 01.08.2020

Christoph Sietzen

Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch

Der Schlagwerker Christoph Sietzen wird in der Presse als Ausnahmetalent gefeiert und für seine erfrischende musikalische Natürlichkeit, seine technische Virtuosität sowie ausgeprägte Bühnenpräsenz gelobt. Im Alter von 12 Jahren gab er sein Debüt bei den Salzburger Festspielen und ist u.a. Preisträger des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD (2014). Zudem ist er Mitglied des 2008 von Bogdan Bacanu gegründeten Marimba Ensembles „The Wave Quartet“. Er wurde mit dem ICMA Young Artist Award 2018 ausgezeichnet; in der Saison 2017/2018 war er „Rising Star“ der European Concert Hall Organisation (ECHO) und erhielt 2019 einen OPUS KLASSIK als Nachwuchskünstler des Jahres für sein Album „Incantations“ (Sony Classical). Christoph Sietzen ist in der aktuellen Saison als “Great Talent” vermehrt am Wiener Konzerthaus zu erleben. Zu den weiteren Highlights gehören Auftritte im Wiener Musikverein, bei den Salzburger Festspielen, dem Grafenegg Festival sowie dem Sound Unbound Festival im Barbican Centre London mit der Academy of Ancient Music. Weiters steht die Uraufführung von Georg Friedrich Haas’ „Klangwerkkonzert“ mit dem Orchestre Philharmonique de Luxembourg im Kalender, ein Auftragswerk der Philharmonie Luxembourg, des Wiener Konzerthauses, des Gürzenich Orchesters Köln und Casa da Musica Porto. Für Konzertengagements gastierte Christoph Sietzen u.a. in der Elbphilharmonie Hamburg, der Kölner Philharmonie, den Konzerthäusern Berlin und Wien, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Müpa Budapest, der Gulbenkian Foundation Lissabon, dem Palau de la Música Barcelona, dem Stockholm Konserthuset, dem Bozar Brüssel, und der Suntory Hall Tokyo. Er arbeitete mit Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Radiosinfonieorchester Wien, dem Bilkent Symphony Orchestra, dem Mozarteumorchester Salzburg, Romanian National Symphony Orchestra und dem WDR Funkhausorchester Köln mit Dirigentinnen und Dirigenten wie Howard Griffiths, Alondra de la Parra, Ilan Volkov, Frank Strobel, Alexander Liebreich oder Cristian Mandeal und Musikerinnen und Musikern wie Tabea Zimmermann, Clemens Hagen oder Peter Sadlo, aber auch mit Schauspieler und Oscar- Preisträger Karl Markovics und Multiinstrumentalist Hubert von Goisern. Komponisten wie Stewart Copeland, auch bekannt als Drummer der Band „The Police“, Emmanuel Séjourné, Ivan Boumanns, Jakob Gruchmann, Alexander Mullenbach, Christoph Ehrenfellner, Michael Frankenberger, Ingo Ingensand oder Alexander Wagendristel schrieben Werke für ihn. Christoph Sietzens erstes Solo-Album „Attraction“ erschien im Juni 2017 beim Label Genuin Classics. Es enthält Werke von Hamilton, Pärt, Psathas, Thomas und Xenakis, sowie eine Ersteinspielung von Séjourné, deren Widmungsträger Christoph ist. Nach seiner Konzerteinspielung „Incantations“ erschien 2019 sein jüngstes Album „Silence“ bei Sony Classical, auf dem er zusammen mit Bogdan Bacanu, Clemens Hagen und der Academy of Ancient Music zu hören ist. Alle drei wurden mit einem Pizzicato Supersonic Award sowie weiteren Auszeichnungen bedacht. Darüber hinaus umfasst seine Diskografie mehrere Aufnahmen mit dem Wave Quartet. Der in Salzburg geborene Luxemburger wurde seit seinem sechsten Lebensjahr von Martin Grubinger sen. unterrichtet und studierte später Marimba bei Bogdan Bacanu und Schlagwerk bei Leonhard Schmidinger sowie Josef Gumpinger an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz, wo er mit Auszeichnung abschloss. Im Laufe seiner Studien widmete sich Christoph Sietzen darüber hinaus seinem Zweitinstrument, dem Kontrabass, sowie dem Cembalo-Spiel, um sich intensiv mit der Musik des Barock auseinander zu setzen. Von 2014-2019 unterrichtete er zudem selbst an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Christoph Sietzen spielt auf Instrumenten des holländischen Instrumentenbauers Adams Musical Instruments.

Foto: © Stefan Sietzen
 

Bogdan Bacanu

Sprachen: Deutsch, Englisch, Rumänisch

Als einer der prägenden Marimbaspieler seiner Zeit wird Bogdan Bacanu in der Presse für seine Klangkultur sowie seine tiefe Musikalität hochgelobt. Er ist seit seinem 23. Lebensjahr Professor für Marimba an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz (Österreich) und war damit jüngster Professor seines Faches weltweit. Im Jahre 1998 wurde er als „Musiker des Jahres" in Australien ausgezeichnet, 2010 erhielt er eine Ehrenprofessur der Universität Sechuan/China. Außerdem unterrichtete er Solo Marimba an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Bogdan Bacanu studierte Marimba an der Universität Mozarteum in Salzburg bei seinem großen Mentor Peter Sadlo. Seitdem gibt er Solokonzerte sowie Konzerte mit Orchester und Ensemble und tourte durch Europa, Asien und Amerika.
Er konzertierte mit namhaften Künstlern wie Keiko Abe, Gidon Kremer, Peter Sadlo, Heinrich Schiff und Momoko Kamiya. Für diverse Konzertprojekte arbeitete er u.a. mit Dirigenten wie Dennis Russell Davies, Kent Nagano, Seiji Ozawa, Cristian Mandeal und Horia Andreescu sowie führenden Orchestern.
Konzerte führten ihn zu Musikfestivals wie The Biennal in Brisbane (Australien), Lockenhaus, Grafenegg, Wörthersee, Carinthischer Sommer, Donaufestwochen, 'les museiques' Basel/Schweiz.
Als Juror ist er gefragter Gast bei internationalen Marimba-Wettbewerben. Nach dem großen und fortwährenden Erfolg seines eigenen Marimba Festivals gründete er 2006 einen internationalen Marimbawettbewerb, welcher in Kooperation mit der Universität und Internationalen Sommerakademie Mozarteum Salzburg sowie mit der Anton Bruckner Privatuniversität unter seiner Leitung stattfand.
Komponisten wie John Thrower, Alexander Müllenbach und Emmanuel Sejourne schrieben und widmeten ihm Werke und Konzerte, welche er zum Teil auf CD veröffentlichte. Seine vielfältige Diskografie beinhaltet sowohl Soloaufnahmen sowie Konzertaufnahmen mit Orchester.
Seit 2008 fokussiert er seine Konzerttätigkeit auf das von ihm gegründete „The Wave Quartet“. Seine offizielle Geburtsstunde feierte das Marimba-Ensemble 2008 im Berliner Konzerthaus, wo es Bachs Konzert in C-Dur (BWV 1061a) in Bearbeitung für vier Marimbas aufführte. Sowohl das Arrangement als auch die Interpretation wurden von Presse und Publikum begeistert aufgenommen, nicht zuletzt auf Grund des respektvollen Umgangs mit dem Original sowie dem historisch informierten Ansatz, mit dem sich das Quartett Bachs Werk näherte. Die Werke von Bach und seinen Zeitgenossen stellen seither einen wichtigen Schwerpunkt im vielfältigen Repertoire des Quartetts dar, das bis hin zu Astor Piazzolla oder einer neuen Bearbeitung von Bizets „Carmen“ reicht, die im Frühjahr 2019 bei Sony Classical auf CD erschienen ist. Neben den Bearbeitungen sind Originalwerke ein fixer Bestandteil des Repertoires, von denen einige eigens für das Quartett geschrieben wurden.
Konzerte und Meisterkurse führten das Wave Quartet durch viele Länder Europas und nach Asien in bedeutende Spielstätten wie die Kölner Philharmonie, Elbphilharmonie Hamburg, die Konzerthäuser Berlin und Wien, Müpa Budapest, Town Hall Birmingham, Bozar Brüssel und Concertgebouw Amsterdam sowie die Suntory Hall in Tokio und zu Auftritten mit Orchestern wie dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Romanian National Symphony Orchestra oder dem L’Orfeo Barockorchester.
Highlights 2018/2019 waren die Uraufführung eines neuen Konzerts von Avner Dorman im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, die Rückkehr zum Grafenegg Festival für ein Konzert mit dem Tonkünstlerorchester unter Yutaka Sado sowie ein Zusammentreffen mit der Academy of Ancient Music im Barbican London.
Bogdan Bacanu spielt exklusiv ADAMS Marimbas. Der renommierte Instrumentenbauer entwickelte mit ihm eine eigene nach ihm benannte „Bogdan Bacanu Signature Series" von Marimba Mallets und stellte bei der Musikmesse Frankfurt 2015 ein mit ihm entwickeltes und benanntes Marimba vor.