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Notensatz im 21. Jahrhundert
Entwicklungen und Perspektiven

17. – 19. Januar 2020
Mozarteum Salzburg, Österreich

[PDF-Version (englisch)]

Einladung zur Konferenz

Heutzutage sind Computer überall. Auch in der Musikwelt werden Computer vielseitig eingesetzt – für den Notensatz wurden sie sogar unverzichtbar. Das alte Handwerk des Notenstechers ist ausgestorben, und wir verlassen uns stattdessen auf Programme, um über Jahrhunderte angesammeltes Wissen und Ästhetik in den Notensatz einzubringen. Die sich dadurch ergebenden Gelegenheiten und Herausfordungen im Großen wie im Kleinen müssen gut bedacht sein, um musikalische Computeranwendungen fit für die digitale Zukunft zu machen.

Dieses und andere Themen wollen wir bei unserer Konferenz Notensatz im 21. Jahrhundert – Entwicklungen und Perspektiven diskutieren, zu der wir herzlich einladen. Sie findet statt vom 17. (Fr) bis 19. (So) Januar 2020 in der Universität Mozarteum Salzburg. Als Keynote Speaker konnten wir Elaine Gould gewinnen; sie ist Autorin der »Notensatzbibel« Behind Bars (ins Deutsche übersetzt als Hals über Kopf) und wird über die Bedeutung von hochqualitativem Notensatz sprechen.

Die Konferenz ist offen für alle, die an Notensatz interessiert sind: Anwender, Entwickler, aber auch Vertreter von Notensatz-Software und damit verbundenen Werkzeugen. Wir planen, einerseits Workshops und Demonstrationen von Notensatz-Software anzubieten, andererseits suchen wir Vorträge zu Fachthemen für Spezialisten und Entwickler, die sowohl die (wissenschaftliche) Anwendung also auch die Entwicklung von Software abdecken sollen. Details dazu finden sich weiter unten.

Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.

Call for Papers

Um eine interessante Konferenz gestalten zu können, hoffen wir auf Beiträge zu einer Vielzahl von Themen, die im Folgenden genauer beschrieben sind. Das Konzept und die Struktur der Konferenz wird maßgeblich von den eingehenden Beiträgen geformt.

Wir haben uns entschieden, auf einen formellen, anonymisierten Einreichungsprozess zu verzichten. Stattdessen ersuchen wir, Beiträge an notensatz-konferenz@moz.ac.at zu schicken. Wir akzeptieren fertige Artikel und Abstracts, aber auch Ideen, die nicht von der unten stehenden Themenliste abgedeckt werden. Wir behalten uns vor, eine detailliertere Ausarbeitung zu verlangen, bevor wir einen Beitrag akzeptieren können. Die Einreichungsfrist ist der 1. November 2019.

Hier eine kurze Beschreibung, welche Form der Beiträge möglich sind; die Liste folgt grob der geplanten Struktur der 2(–3) Konferenztage.

Produktpräsentationen

Vertreter und Entwickler von Notationssoftware präsentieren ihre Produkte, informieren potentielle Benutzer über Features oder stellen die neuesten Entwicklungen vor. Präsentationen können live demonstrations sein (mit oder ohne anschließenden Zuhörerfragen), reguläre Vorträge oder auch Poster-Präsentationen – es wäre großartig, wenn Besucher der Konferenz eine repräsentative Gruppe kommerzieller und frei verfügbarer Notensatzprogramme zur Ansicht und vielleicht auch zum Testen hätten.

Workshops

Die Inhalte von Workshops können von Einführungen in eine bestimmte Notationssoftware über fortgeschrittene oder speziellere Themen (wie beispielsweise toolchains oder workflows) bis zu abstrakteren Inhalten wie Kodierungsformate oder allgemeine Notationspraxis reichen.

Poster

Poster werden während der gesamten Konferenz aufgestellt sein; sie können verwendet werden, um bestimmte Aspekte von Software, Workflows, außergewöhnlichen Notationsprojekten u.ä. zu präsentieren. Geplant ist weiters eine poster session, um Besucher und Autoren in Kontakt zu bringen.

Vorträge

Das Herzstück jeder wissenschaftlichen Konferenz sind klassische Vorträge; der nächste Abschnitt gibt eine Übersicht der angedachten Themen. Unser Zielpublikum sind Endanwender (also hauptsächlich Studenten und Lehrende), Wissenschaftler, Verleger und andere Entwickler, und wir freuen uns über entsprechende Beiträge.

Gruppentreffen

Nach den zwei offiziellen Konferenztagen ist der der dritte Tag für beliebige Projekte reserviert, wie beispielsweise »Lebendbegegnungen« von Open-Source-Softwareentwicklern, gemeinsames Programmieren oder Diskussionen über ausgewählte Themen.
Konferenzteilnehmer können während der Konferenz spontan Treffen ausmachen; genauso möglich ist es aber, bereits im Vorfeld ein reguläres Meeting einzurichten, das dann Teil des offiziellen Programms wird.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist ein Treffen von LilyPond- und Frescobaldi-Entwicklern geplant.

Konferenzthemen

Wir sind besonders an Vorträgen, Workshops und anderen Präsentationen interessiert, die folgende Themen abdecken (ohne weitergehende Ideen dabei auszuschließen).

Praxis
  • Einführung in den Notensatz: Was macht Notations-Software, Einführungen in Programme, verfügbare Updates, Präsentation neuer oder ausgewählter Features u.a.
  • Wer braucht was: Welches Programm passt zu welchem Benutzer, welche Fähigkeiten soll ein Notenschreibprogramm aus der Sicht von Musikern haben usw.
  • Ästhetische Fragen, Vergleiche von Notenschreibprogrammen, Vergleiche von Notenfonts.
  • Wie kann der Produktionsablauf von Programm X verbessert werden, z.B. durch zusätzliche Plugins?

Fortgeschrittenere Themen
  • Herausforderungen und mögliche Lösungen (technisch, musikalisch, philosophisch, etc.) im Erstellen von professionellem Notensatz.
  • Die Verbindung von Notensatz und Textsatz für Lehrmaterial, wissenschaftliche Publikationen u.ä.

Meta-Aspekte des Notensatzes mit Computern
  • Nachhaltigkeit und Wartbarkeit von digitalen Dokumenten unter besonderer Berücksichtigung von langfristiger Speicherung und Zugriff.
  • Die Bedeutung des Mediums (Papier vs. »digitaler Notenständer«).
  • Referenzierung und Vernetzung von musikalischen Datenbeständen aller Art.
  • Handhabung von großen Datenmengen und Korpora.
  • Benutzerfreundlichkeit und Verwendbarkeit für blinde und sehbehinderte Personen.
  • Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei der Erstellung oder Edition eines Werks.

Allgemeines
  • Ein Blick über den Tellerrand: das Verhältnis von Notensatz und der aktuellen Landschaft in der Digitalen Edition (z.B. MEI).
  • Geschichte des Notensatzes.
  • Die Verwendung des Computers im Notensatz im Vergleich zu anderen Studienfächern.

KONTAKT: