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13. Internationaler Mozartwettbewerb
Streichquartett: Jury

  • Lukas HagenVorsitz
    Lukas Hagen wurde in Salzburg geboren und studierte an der Universität Mozarteum bei Dr. Helmut Zehetmair. Er absolvierte im Jahre 1983 mit Auszeichnung und erhielt danach für ein Jahr Privatunterricht bei Gidon Kremer. Seit nunmehr 30 Jahren bereist Lukas Hagen als Primarius des Hagen Quartetts alle großen Musikzentren der Welt. Das Quartett ist erster Preisträger internationaler Wettbewerbe und spielte 20 Jahre exklusiv bei der Deutschen Grammophon Gesellschaft etwa 40 CD’s ein. Die neueste CD zum Jubiläumsjahr erschien nun bei Myros Classics. Seit 1999 ist Lukas Hagen Professor an der Universität Mozarteum für Violine und Kammermusik. Seit Herbst 2006 amtiert er auch als Vizerektor für künstlerische Projekte. Er erhält Einladungen in Jurys internationaler
    Wettbewerbe und zu Meisterklassen. Neben dem Quartett ist er Geiger des Serapion Ensembles und der Salzburger Streich. Er war sieben Jahre Konzertmeister im Chamber Orchestra of Europe und Mitglied des Luzern Festival Orchesters unter Claudio Abbado. Im Jahre 2004 gründete Lukas Hagen zusammen mit seiner Frau Iris das Kammermusikfestival „Hagen Open“ auf Burg Feistritz, südlich von Wien.
  • Mark SteinbergVioline (Brentano Quartett, USA)
    Mark Steinberg ist erster Geiger und Gründungsmitglied des seit 1992 bestehenden Brentano Quartetts. Mit dem Quartett hatte er zahlreiche Auftritte in Nordamerika, Europa, Australien und Neuseeland sowie in Japan, Korea, Israel und Kolumbien. Das Quartett ist Ensemble in Residence an der Yale University, hat zahlreiche Aufnahmen gemacht und zahlreiche Preise gewonnen, darunter den Naumburg Chamber Music Award, den ersten Cleveland Quartet Award und den Royal Philharmonic Society Award für das beste Debüt in Großbritannien.
    Auch außerhalb des Quartetts ist Mark Steinberg als aktiver Kammermusiker und Solist tätig. Er war auf Kammermusikfestivals in Holland, Deutschland, Österreich, Frankreich und den USA zu hören. In Trio- und Duo-Konzerten trat er häufig mit der Pianistin Mitsuko Uchida auf, mit der er 2001 in der Londoner Wigmore Hall den kompletten Mozart-Sonatenzyklus präsentierte und auch weitere Rezitals in anderen Städten gab. Mit Frau Uchida hat er auch mehrere Mozartsonaten für Philips eingespielt.
    Mark Steinberg war Solist des Philharmonia Orchestra London, des Los Angeles Philharmonic Orchestra, der Kansas City Camerata, der Auckland Philharmonia Orchestra sowie der Philadelphia Concerto Solisten und spielte unter Dirigenten wie Kurt Sanderling, Esa-Pekka Salonen und Miguel Harth-Bedoya.
    Mark Steinberg ist Absolvent der Indiana University und der Juilliard School und hat bei Louise Behrend, Josef Gingold und Robert Mann studiert. Zurzeit ist er an den Violinabteilungen der Manhattan School of Music und dem CUNY Graduate Center tätig. Steinberg war Jurymitglied beim Banff International Quartet Competition, beim London-Wigmore Quartet Competition und beim Internationalen Mozartwettbewerb in Salzburg. Er unterrichtete häufig am Banff Centre for the Arts, am Aspen Festival und an der Taos School of Music und gab Meisterkurse an der Eastman School of Music, am Cleveland Institute of Music, am Britten-Pears Institute in Aldeburgh und an zahlreichen anderen Schulen.
  • Cibrán Sierra VázquezVioline (Cuarteto Quiroga, Spanien)
    Der in Galizien geborene Geiger Cibrán Sierra studierte am Conservatorio Superior de Música in Vigo am Conservatorium van Amsterdam am Oberlin College (USA) und an der Universität Göteborg, Schweden. Er spezialisierte sich auf Kammermusik mit Aufbaustudien an der Musikhochschule Basel der Escuela Reina Sofia in Madrid und der European Chamber Music Academy (ECMA). Zu seinen wichtigsten Geigenlehrern gehören Deborah Hamburger, Milan Vitek, Per Enoksson und Keiko Wataya. Kammermusikstudien bei Rainer Schmidt (Hagen Quartett), Walter Levin (LaSalle Quartett) und Hatto Beyerle (Alban Berg Quartett) haben seine musikalische Persönlichkeit nachhaltig geprägt.
    Cibrán Sierra erhielt zahlreiche Preise als Geiger, wie den Guido-Vecchi-Preis (Göteborg, 2003), den 1. Preis beim Voldrich-Wettbewerb (Schweden), den Bärenreiter-Preis (Jeunesses Musicales, Spanien 2000) oder den Dean's Talent Award (Oberlin, USA, 2002), etc. Als Solist trat er mit Orchestern in Spanien und Skandinavien auf, vor allem mit dem Göteborger Symphonieorchester, mit dem er Bartóks erstes Violinkonzert aufführte. In Göteborg spielte er auch die Uraufführung von Roger Johanssons Violinkonzert (2004), das ihm gewidmet ist. Außerdem gab er Konzerte in Spanien, Schweden, Dänemark, Dänemark, Tschechien, den Niederlanden, den USA usw. und arbeitete mit verschiedenen Ensembles und Kammermusikgruppen wie dem Quarteto Casals, Meta4, Quatuor Ardeo oder der Amsterdam Sinfonietta zusammen. Zu den namhaften Kammermusikpartnern zählen Eric Hoeprich, Roger Chase, Cecilia Bernardini, Eric de Wit, Darío Mariño, Javier Perianes, David Kadouch, Víctor del Valle und Mitglieder der Streichquartette Alban Berg, Hagen, Meta4 und Doric.
    Als Konzertmeister und Solist arbeitete er mit verschiedenen Orchestern und historischen Aufführungsensembles zusammen (Göteborger Symphonieorchester-GSO, Finnisches Barockorchester, Orchestre Revolutionnaire et Romantique, Helsingborg Symphony Orchestra, Oberlin Opera, Forma Antiqva, La Tempestad, Academia de las Luces und vielen anderen) und arbeitete eng mit Dirigenten wie Frans Brüggen, John Eliot Gardiner, Vladimir Ashkenazy, Gustavo Dudamel, Lawrence Foster, Andrew Manze, Hannu Lintu, James Ross, Sir Colin Davis, Jordi Savall u.a. zusammen.
    Mit dem festen Bekenntnis, den großen galicischen Geiger Manuel Quiroga zu ehren, gründete er das Cuarteto Quiroga, das Preisträger mehrerer renommierter internationaler Wettbewerbe für Streichquartett (Bordeaux, Genf, Paolo Borciani, Peking, Paris), den spanischen Radiokulturpreis (Ojo Crítico 2007) und die Goldmedaille des Palau in Barcelona wurde. Das Cuarteto Quiroga tourt regelmäßig durch die Welt und tritt an den wichtigsten Orten und Festivals der Musikwelt auf (Wigmore Hall London, Philharmonie Berlin, Frick Collection und Lincoln Center New York, Concertgebouw Amsterdam, Doelen Rotterdam, Auditorio Nacional de Madrid, Beijing National Concert Hall, Teatro Solís Montevideo, Nybrokajen Stockholm, Il Gonfallone di Roma, Il Gonfallone di Roma, New York). Es hat vor kurzem vier CD-Titel für Cobra und Harmonia Mundi veröffentlicht, die von Kritikern und Publikum einstimmig und mehrfach ausgezeichnet wurden und gilt als eines der dynamischsten, kühnsten und wichtigsten Quartette der neuesten Generation Europas.
    Cibrán Sierra war Gründer und künstlerischer Leiter der Kammermusiksaison Sen Batuta, die zwischen 2007 und 2013 in seiner galicischen Heimatstadt Ourense stattfand. Als engagierter Lehrer hat er an der Universität Göteborg gearbeitet und ist derzeit Inhaber des Lehrstuhls für Streichquartett am Conservatorio Superior de Música de Aragón in Zaragoza (Spanien) und arbeitet regelmäßig als Kammermusiklehrer mit dem Spanischen Nationalen Jugendorchester (JONDE) zusammen. Er wird häufig zur Abhaltung von Vorträgen, von Kammermusik-Meisterklassen (in den USA, Spanien, Niederlande, Schweden, Kolumbien, etc.) sowie als Jurymitglied zu verschiedenen Musikwettbewerben eingeladen.
    Er hat mehrere Artikel und Essays über Kammermusik, Programmierung und Musikpädagogik in verschiedenen Musikzeitschriften und Zeitungen veröffentlicht und ist Autor des Buches El Cuarteto de Cuerda: Laboratorio para una sociedad ilustrada (Das Streichquartett, Laboratorium für eine aufgeklärte Gesellschaft), das 2014 von Alianza Editorial, einem der führenden Verlage im spanischsprachigen Raum, herausgegeben wurde.
    Er spielt die Nicola Amati Arnold Rosé Violine (Cremona, 1682), dank der großzügigen Leihgabe der Erben von Paola Modiano.
  • Jonathan BrownViola (Cuarteto Casals, Kanada/Spanien)
    Geboren in Chicago 1974 begann JONATHAN BROWN im Alter von 4 Jahren Musik zu studieren. Sehr bald spielte er die Bratsche in verschiedenen Kammermusikensembles. Er studierte mit Heidi Castleman, Martha Strongin Katz und Victoria Chiang bevor er sein Master-Degree an der Julliard School bei Karen Tuttle bekam. Nachdem er ein Stipendium von der Beebe Grant for Musicians gewann, studierte Jonathan in Salzburg an der Universität Mozarteum mit Thomas Riebl ind Veronika Hagen. Er hat auch an verschiedenen Meisterkursen mit Diemut Poppen, Sylvia Rosenberg und Donald Weilerstein teilgenommen und wurde sehr von der Arbeit mit Ferenc Rados und György Kurtag beeinflusst.
    2002 wurde er Mitglied des Cuarteto Casals mit welchem er regelmäßig in den wichtigsten Konzertsälen und Festivals der Welt auftritt. Das Quartett nimmt exklusiv bei Harmonia Mundi auf und deren Cd-Einspielungen breiten sich in einem Spektrum von Boccherini bis hin zu Kurtag aus.
    Jonathan wird auch des Öfteren als Gast in verschiedenen Ensembles eingeladen sowie mit dem Tokyo, Kuss, Miro, Quiroga und Zemlinsky Quartett wie auch mit dem Kandinsky Trio. Als engagierter Spieler neuer Musik, hat Jonathan das Ensemble Funktion gegründet und als Solist mit der Gruppe BCN216 Werke von Morton Feldman und Luciano Berio gespielt.
    Er ist zur Zeit Bratschen und Kammermusiklehrer an der ESMUC in Barcelona und Assistent in der Bratschenklasse der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid, er wird auch des Öfteren als Lehrer in Meisterkursen in Europa und Amerika eingeladen.
  • Isabel CharisiusViola (Alban Berg Quartett, Schweiz)
    Isabel Charisius gehört zu den führenden Bratschistinnen und Kammermusikerinnen ihrer Generation. Sie konzertiert sowohl auf der Viola als auch auf der Violine regelmäßig mit führenden Ensembles und anerkannten Solisten in den großen Konzerthäusern und bei internationalen Festivals. Isabel Charisius war Mitglied des legendären Alban Berg Quartetts. Sie war jahrelang als Solobratschistin in verschiedenen führenden Orchestern engagiert und
    konzertierte als Solistin auf bedeutenden Konzertpodien der Welt.
    Neben ihrer intensiven Konzerttätigkeit widmet sie sich seit vielen Jahren mit Hingabe der Lehre und dem Coaching der neuen Musikergeneration. Von 2005 bis 2012 lehrte sie an der Musikhochschule Köln. Im Jahre 2006 wurde sie an die Musikhochschule Luzern berufen, wo sie seither Viola und Kammermusik unterrichtet. Auch ihre Meisterkurse an renommierten Institutionen sind weithin anerkannt. Seit Jahren gehören Studenten von Isabel Charisius zu den Preisträgern der wichtigsten Musikwettbewerbe und viele unter ihnen sind Mitglieder in den führenden Orchestern und Ensembles. Unter den zahlreichen von ihr ausgebildeten Ensembles finden sich z.B. die Streichquartette Heath, Signum, Schumann, Navarra, Amaryllis und Belenus, sowie die Klaviertrios Morgenstern und Atos.
    Isabel Charisius spielt die außergewöhnliche ABQ-Viola von Laurentius Storioni (1780), eine Viola von Peter Greiner (1999) und eine besondere Violine von Joannes Udalricus Eberle (1753).
  • Sally PendleburyCello (Fitzwilliam Quartet, England)
    Sally Pendlebury wuchs in Manchester auf und studierte Cello an der Chetham's School of Music. Daraufhin setzte ihr Cellostudium in London fort, wo sie den Capitol Radio Award gewann und Preisträgerin des Shell/LSO-Wettbewerbs wurde. Stipendien führten sie nach Düsseldorf und Boston, wo sie ihr Studium fortsetzte. Nach ihrer Rückkehr wurde sie Mitglied des Chamber Orchestra of Europe.
    Sie war Gründungsmitglied des Vellinger Quartetts, das 1994 den London International String Quartet Competition gewann. Das Quartett spielte regelmäßig in Europa, Japan und den USA, in Konzertsälen wie der Carnegie Hall in New York, der Casals Hall Japan, dem Kammermusiksaal Berlin, dem Wiener Konzerthaus und dem Concertgebouw Amsterdam. Das Quartett trat auch bei vielen Festivals auf, wie z.B. den BBC Proms, den Salzburger Festspielen, den Musiktagen Mondsee und Edinburgh Festival.
    Als Solocellistin spielt sie mit dem Philharmonia Orchestra, dem Royal Philharmonic Orchestra, dem BBC Philharmonic Orchestra, der London Sinfonietta, dem English Chamber Orchestra und mit der Salzburger Camerata.
    Derzeit ist sie Mitglied des vielfach ausgezeichneten Fitzwilliam Quartetts. Im Jahr 2018 beginnt das Quartett mit dem Projekt, die Beethoven-Quartette auf Darmsaiten aufzunehmen. Sie ist außerdem Mitglied des Angell Piano Trio, des Möbius Ensemble und spielt regelmäßig auf Kammermusikfestivals in Großbritannien, Europa und den USA. Sie ist Professorin für Cello am Royal Northern College of Music.
  • Enrico BronziCello (Trio di Parma, Italien)
    Enrico Bronzi, 1973 in Parma geboren, ist Cellist des Trio di Parma, mit dem er seit 1990 eine intensive Konzerttätigkeit ausübt und in den wichtigsten Konzertsälen Europas, der USA, Südamerikas und Australiens (Carnegie Hall und Lincoln Center in New York, Philharmonie in Berlin, Konzerthaus in Wien, Philharmonie in Köln, Herkulessaal in München, St. Petersburg, die Wigmore Hall und Queen Elizabeth Hall in London, im Teatro Colon in Buenos Aires) auftritt. Das Trio hat auch erfolgreich an mehreren internationalen Wettbewerben in Florenz, Melbourne und München teilgenommen und wurde von italienischen Musikkritikern mit dem Premio Abbiati ausgezeichnet. Seit 2001 verbindet Bronzi seine kammermusikalische Tätigkeit mit einer aktiven Karriere als Solist, die nach dem Gewinn eines Preises beim Rostropovich-Wettbewerb in Paris in einer internationalen Auszeichnung gipfelte: dem ersten Preis beim Paulo Cello-Wettbewerb in Helsinki, einer der höchsten Auszeichnungen, die 2002 in der Welt des Cellos vergeben wurden. Bei dieser Gelegenheit erhielt er auch den R. Sommer gewidmeten Sonderpreis für die beste Aufführung des Cellokonzerts von Dvořák mit den Helsinki Philharmonikern. Seitdem wird er auch als Solist bei den wichtigsten Festivals und mit Orchestern in ganz Nordeuropa engagiert. Im April 2004 gewann er zusammen mit dem Trio di Parma den ersten Preis des Internationalen Kammermusikwettbewerbes in Lyon. Er nimmt regelmäßig an zahlreichen Festivals teil, unter anderem in Luzern, Melbourne, Turku, Naantali, Stresa, Ravenna und Lockenhaus. Als Solist konzertierte unter Cl. Abbado, V. Delman, Chr. Eschenbach, P. Berglund, F. Bruggen und Kr. Penderecki. Enrico Bronzi wurde von Jorma Panula in Orchesterdirigieren unterrichtet und tritt als Gastdirigent mehrerer italienischer Ensembles auf. Für das Label Brilliant Classics betreut er zusammen mit der Accademia I Filarmonici in Verona das umfangreiche Aufnahmeprojekt Boccheriniano. Drei Jahre lang war er erster Cellist am Teatro alla Scala. Er ist regelmäßig Jurymitglied bei bedeutenden internationalen Wettbewerben (Premio Trio di Trieste, Concorso V. Gui in Florenz, Turku Cello Competition...). In Zusammenarbeit mit dem Trio di Trieste und Maureen Jones unterrichtet er intensiv an verschiedenen Institutionen und nahm Dutzende von Musikern auf, die oft mit internationalen Preisen und Auszeichnungen bedacht werden. Seit 2007 ist er Professor an der Universität Mozarteum in Salzburg. Enrico Bronzi spielt ein Cello von Vincenzo Panormo aus dem Jahr 1780.

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