Gespräch
In die entgegengesetzte Richtung
Jan Klata
31.10.2017|19:00
Theater im KunstQuartier | Paris-Lodron-Straße 2a | 5020 Salzburg
Eine Veranstaltung von: Department Schauspiel/Regie - Thomas Bernhard Institut
Kai Ohrem im Gespräch mit dem polnischen Theaterregisseur Jan Klata

in englischer Sprache
Dass Europa in diesen Tagen ein Geschichtszeichen im bedenklichsten Sinne ausprägt, wird niemand bezweifeln, dessen Wahrnehmung halbwegs intakt ist. Davon zeugen nicht nur die jüngsten Wahlergebnisse, sondern eine umfassende Bewegung mitteleuropäischer und ostmitteleuropäischer "Noch-Demokratien", "Noch-So Gerade-Demokratien" oder "Beinahe-Schon-Ex-Demokratien" hin zu Abschottung, Autoritarismus, Zensur, Populismus und Fremdenfeindlichkeit.

In Polen und Ungarn gibt es bereits massive Eingriffe in die Freiheit der Meinungsäußerung und der Kunst.

Eines der wichtigsten Motive im Werk Thomas Bernhards ist das Gehen in die entgegengesetzte Richtung. Im Rahmen einer neuen Gesprächsreihe, die sich diesem Bernhardschen Imperativ verpflichtet sieht, lädt das Thomas Bernhard Institut der Universität Mozarteum Salzburg in den nächsten Monaten Kulturschaffende ein, die den Mut haben, sich gegen Autoritarismus und Zensur aufzulehnen.

Am 31. Oktober um 19 Uhr gehen wir in diesem Sinne mit dem polnischen Regisseur und (dem politischen Willen der regierenden PiS Partei entsprechend) ehemaligen Leiter des Krakauer Narodowy Stary Teatr, Jan Klata, in die entgegengesetzte Richtung.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Jan Klata, geboren 1973 in Warschau, studierte dort Regie an der Theaterakademie und später an der staatlichen Theaterschule Krakau. Er inszeniert seit 2003 an allen bedeutenden Bühnen Polens, seine Inszenierungen wurden mit zahlreichen polnischen Theaterpreisen ausgezeichnet. Seit 2006 führt er auch im deutschsprachigen Raum Regie (Graz, Düsseldorf, Bochum). Im Januar 2013 übernahm er die künstlerische Leitung des Narodowy Stary Teatr in Krakau. 2017 endete seine Intendanz.
Eintritt frei